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USA 2016 - Der Mittlere Osten
12.Tag Erie-See

Heute nähern wir uns den Niagara Fällen. Zunächst geht es mal nach Westen zur Kinzua Bridge im gleichnamigen State Park. Es handelt sich um eine 1882 errichtete Eisenbahnbrücke. Durch das Ende der Kohleförderung wurde die Strecke ab 1959 nicht mehr gebraucht, der State Park gegründet und die Brücke nur noch für Touristen-Fahrten genutzt. Bei einem Tornado 2003 stürzte die Hälfte der Brücke ein. Der verbliebene Rest wurde zu einem Aussichtspunkt umgestaltet.

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Das absolute Highlight ist die Ausstellung im Visitor Center. Unzählige liebevoll gestaltete Ausstellungsstücke, die zum größten Teil auch noch interaktiv genutzt werden können. Etwas so schönes (und informatives) habe ich noch nie gesehen. Ich kann nur jedem empfehlen, sich das anzusehen. Und das ganze ist auch noch komplett kostenlos.

Weiter geht die Fahrt entlang des Kinzua-Stausees. Sicherlich nicht der größte Stausee der USA, aber vielleicht einer mit der längsten Küstenlinie. In dem Stausee wurden auch mehrere Ortschaften versenkt, auf die hingewiesen wird.

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Dann weiter zum Erie-See und daran immer entlang auf dem Highway 5, der Erie Road. Die Straße ist als Scenic Byway ausgewiesen, und es gibt auch viel zu sehen. Den Erie-See sieht man immer im Hintergrund, aber zwischen der Straße und dem Ufer reiht sich ein Grundstück (mit durchaus sehenswerten Häusern) an das andere. Ans Ufer kommt man nur in wenigen State Parks. Die meisten dieser State Parks kosten aber Eintritt, nicht gerade schön, wenn man nur mal kurz am Ufer sein möchte..

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Wir hatten etwas Wind, dadurch Seegang und Brandung (genutzt von ein paar Surfern). Das Ufer war weitestgehend sandig (mit ein paar Steinen). Vom gegenüberliegenden Ufer sah man nichts, man fühlte sich wie am Meer.
Was ich nicht erwartet hatte, am gesamten Ufer wo wir waren, reihte sich ein Weingut an das andere. Auf der Landseite des Highways ein Weinberg (naja eher Weinfeld) neben dem anderen. Gelegentlich gab es auch Weinfelder direkt am Ufer. Das Gelände steigt vom Ufer ins Inland hin leicht an. Wenn man nicht direkt am Ufer fährt, sondern etwas mehr im Inland, hat man gelegentlich sehr schöne Ausblicke auf den Erie-See.

Kurz vor Buffalo bogen wir ab ins Inland nach Hamburg, wo wir den Tag beendet haben. Ja tatsächlich, nach Berlin nun auch noch Hamburg. Wir sind im Laufe der Reise übrigens auch durch Hanover und Frankfort gekommen.
Übernachtet haben wir im Red Roof Inn (günstig) und gut gegessen im direkt daneben liegenden Waterstone Grill.