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USA 2016 - Der Mittlere Osten
19.Tag Bear Mountains

Unser erstes Ziel für heute war eine Fußgänger-Brücke über den Hudson, genannt "Walk over the Hudson". Unser Navi kannte das als POI gleich zweimal. Wir versuchten es mit dem ersten. Als es uns ins landesinnere (und nicht zum Hudson) führen wollte, war uns klar, daß da mal wieder was nicht stimmen konnte. Wir sind dem Navi trotzdem gefolgt und landeten in Hyde-Park in einem hübschen kleinen Park weit ab vom Hudson. Dieser kleine Abstecher hat sich also trotzdem gelohnt. Der zweite POI war dann der richtige. An der Brücke gibt es auf der Ostseite 2 Parkplätze, einen gebührenpflichtigen und einen kostenlosen. Das Navi leitete uns dankenswerter zu dem kostenlosen. Geld wäre der Walk auch nicht wert gewesen. Erstmal ging es ein paar hundert Meter auf eine Brücke durch/über die Stadt Poughkeepsie bis man die Hudson-Brücke erreichte. Wir sind nur bis zur Mitte des Hudson gegangen und dann wieder zurück. Es war doch sehr windig heute. DIe Brücke wird aber von den Einheimischen gut angenommen und als Jogging-Strecke genutzt. Das folgende Blick zeigt die Straßenbrücke, aufgenommen von der Fußgängerbrücke.

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Wir sind dann auf der Autobrücke über den Hudson gefahren und auf der Westseite weiter Richtung Süden. Immer wieder schöne Aussichten auf den Hudson und etwas Neid auf die Leute, die sich hier ein Haus mit Bootsanleger direkt am Hudson leisten können.

Wir kamen dann zur New Windsor Cantonment State Historic Site. Hier soll Washington mal mit seinen Truppen überwintert haben. Aber wohl nicht nur er, es gab viele feste Gebäude, die man alle besuchen konnte. Menschen in historischen Kostümen lieferten die nötigen Informationen (mal wieder Living Historie). Das ganze war übrigens kostenlos. Da liegt wohl daran, daß zu dieser Site auch die National Purple Heart Hall of Honor gehört.

Weiter dann entlang des West-Point Geländes. Es gibt gibt ja mehrere West-Points in den USA, aber dieses ist dasjenige welches. Es gibt dort auch öffentlich zugängliche Museeen. Wir haben uns aber darauf beschränkt, von außen zu gucken. Ganz schlecht haben es die Kadetten da wohl nicht, es gab sogar eigene Ski-Pisten inklusive Lift.

Als nächstes die Fort Montgomery State Historic Site. Von dem Fort ist nicht mehr viel zu sehen, ein paar Grundrisse der Gebäude und Mauern. Aber da es direkt am Hudson in unmittelbarer Nähe der Bear Mountain Bridge liegt, gab es interessante Aussichten auf den Hudson, die Hügel auf der Ostseite und die Berge auf der Westseite.

Damit waren wir auch an unserem heutigen Tagesziel angekommen, dem Bear Mountain State Park. Dieser Park ist ein beliebtes Ausflugsziel der New Yorker. Ausser mit dem Auto können sie auch per Eisenbahn oder Schiff anreisen (dauert ne knappe Stunde von Manhattan). Es gibt alles, was man zur Erholung braucht. Diverse Wanderwege, einen Süßwasser-See mit Picnic-Plätzen inklusive Grills am Ufer, ein Schwimmbad (war bereits geschlossen) und eine riesige Freifläche, die für die verschiedensten Sport-Aktivitäten genutzt werden kann.

Außerdem gibt es das Trailside Museum & Zoo. Es liegt eigentlich direkt am Hudson, aber der Zugang ist nur zu Fuß vom Parkplatz des State Parks möglich (15min). Die Angestellten haben es einfacher. Die Verwaltungsgebäude mit eigenem Parkplatz liegen direkt neben der Toll-Station der Brücke. Ausgestellt werden Tiere, die in der Region heimisch sind. Die Tierhaltung kann man aber beim besten Willen nicht als artgerecht bezeichnen. Die Koyoten hatten ein größeres Gehege (wohl auch das neueste) und auch die zwei Bären hatten ein Gehege. Alle anderen Tiere mussten sich mit kleinen Käfigen/Volieren zufrieden geben. Besonders leid getan hat uns ein Biber, der verzweifelt in einem vielleicht 8x2m großem Bassin hin und her schwamm. Museum heisst das ganze, weil es auch ein paar Gebäude mit Ausstellungen gibt. Eins davon war das Aquarium/Terrarium, eins zeigte ausgestopfte Vögel, andere die geologische Geschichte der Region und etwas über die Ureinwohner, die Indianer.

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In dem State Park gibt es eine Scenic Road, den Perkins Memorial Drive, der (bei entsprechendem Wetter) grandiose Aussichten bietet. Nicht nur auf den Hudson, sondern auch auf die Skyline von Manhattan.

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Übernachtet haben wir im Bear Mountains Inn, der Unterkunft im Park. Der Preis war exorbitant, knapp 200$. Und das in der Nebensaison, außer unserem Zimmer waren wohl höchstens noch drei weitere vermietet. Das Personal an der Rezeption war zwar freundlich aber total inkompetent. Die einfache Frage "wie kommen wir zum Perkins Memorial Drive" konnten sie nicht beantworten (und das ist doch einer der Highlight des Parks). Der Hinweis auf das Visitor Center half auch nicht weiter, denn das hatte um 16 Uhr schon geschlossen. Aber wir haben wen Weg ja gefunden. Wenigstens war das Zimmer gut, ebenso das integrierte Restaurant, und kostenloses Frühstück gab es auch.