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USA 2017 - Dakotas Prärien
3.Tag Rugby

Heute,auf dem Weg zum Devils Lake, kommen wir zum ersten Mal in eine Region, die diesem Reisebericht seinen Namen gegeben hat. Endloses Grassland, überwiegend flach, ganz wenig Landwirtschaft, durchsetzt mit keinen Seen und Flüssen. Es gibt keine Wälder, Bäune gibt es nur direkt da, wo es auch Wasser gibt. Dünn bevölkert, ab und zu mal eine Ranch, kaum Ortschaften, und wenn ja sehr kleine. Natürlich auch kaum Autoverkehr, meistens sind wir alleine auf der Straße.

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Unser erstes Ziel war Fort Totten State Hstoric Site. Das Fort wurde 1869 gegründet, die ursprünglichen Hozhäuser schon bald durch Steinbauten ersetzt. Bis 1890 militärisch genutzt, wurde es dann ein Internat für Indianer-Kinder. Die Originalhäuser stehen noch, meistens leer oder mit ein paar wenigen Exponaten gefüllt, die die ursprüngliche Verwendung wiederspiegeln sollen. Die beiden größten Gebäude werden auch heute noch genutzt, eins als Theater, das andere als Hotel.

Weiter gings dann zum Sullys Hill National Game Preserve. Dabei handelt es sich um ein kleines bergiges und bewaldetes Areal, das dem Erhalt der Wildtiere dienen soll. Es gibt einen Rundkurs darin, der mit dem Auto befahren werden muss. Ja muss, Fußgänger sind in dem Areal verboten ! Wir haben dort die ersten Bisons unserer Reise gesehen.

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Da die beiden Besichtigungen deutlich weniger Zeit gebraucht haben, als in der Planung veranschalgt, hatten wir noch fast einen halben Tag zu Verfügung. Wir beschlossen daher weiter bis nach Rugby zu fahren, was eigentlich erst für Morgen auf dem Programm stand. Glücklicherweise war keine Unterkunft vorgebucht ;)

Zunächst gib es aber erstmal über den Devils Lake, und das 'über' ist wörtlich zu nehmen. Irgendwie fühlten wir uns an Caveman (ein Einpersonen-Stück von Rob Becker) erinnert. Ich zitiere mal

Männer müssen immer das Nächstliegende tun! Wir kommen an einen Tümpel, wollen auf die andere Seite: Oh Problem Brücke! Problemlösung? Brücke bauen! Die Frauen kommen an denselben Tümpel, wollen auf die andere Seite: "Oh, kein Problem, laßt uns außen herumgehen!".
Was ich damit sagen will, es gab einige Querungen des Sees mit Straßen. Allerdings ohne Brücken, einfach auf Dämmen :)

Der Weg nach Rugby, natürlich wieder viel Nichts, sprich Grassland. Rugby ist eine Kleinstadt mit ca 3000 Einwohnern, hat sich aber einen ganz speziellen Titel gesichert







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Dann gibt es da noch das Prairie Village Museum, ein Museum vergleichbar mit Bonanzaville von gestern. Aber es gab einen riesengroßen Unterschied. Die Exponate in den Häusern waren gut beschildert, zu fast allen gab ea ausreichend Informationen, um was es sich handelte. Vielleicht liegt es daran, daß dieses Museum privat geführt wird und nicht öffentlich, wie Bonanzaville ;) Auf jeden Fall kann ich dieses Museum guten Gewissens empfehlen. Der Besuch lohnt sich allemal.
In Rugby wurde auch Clifford Thompson geboren, der längste bekannte Mann. Ihm ist in dem Museum auch eine Sektion gewidmet mit dieser Statue. Ich habe mich zum Vergleich daneben gestellt (bin übrigens 184cm).







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Nun war es auch Zeit eine Unterkunft zu suchen. Da keine Übernachtung in Rugby geplant war, hatte ich auch nichts auf dem Zettel. War aber kein Prpblem, wir haben dicht bei dem Museum das Northern Lights Inn gefunden. Ein normales gutes Motel mit allem was dazu gehört. Wir hatten ein Zimmer mit 2 Betten und ein Hot Breakfast mit nach unserem Wunsch frisch zubereiteten Eiern. Und das alles zum einem unschlagbaren Preis von 69$. Ein Restaurant hab es direkt daneben, das war aber nur durchschnittlich. Für einen Burger und ein Bier hat es aber gereicht.