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USA 2017 - Dakotas Prärien
5.Tag Watford City

Nun haben wir also einen freien ungeplanten Tag. Mir wäre lieber gewesen, wir hätten den am Ende der Reise gehabt, aber da die folgenden Übernachtungen alle vorgebucht sind, geht das leider nicht. Das ist halt der Nachteil von vorgebuchten Übernachtungen ;)
Aber ich habe aus der Planungszeit durchaus noch ein paar Ziele im Kopf, die nicht in die ursprügliche Route eingeflossen sind. Wir machen nun eine Rundfahrt um den Lake Sakakawea, einen angestauten Teil des Missouri, machen und ein paar dieser Ziele abklappern. Bei einem großen Teil dieser Runde fahren wir durch Indianer-Reservate. Wir fahren wiedermal durch ehemalige Prärien. Heute sind es überwiegend Weiden, selten mal ein paar Felder. Orte gibt es wenig, und wenn sind sie sehr klein. An den Stausee kommt man nur selten mal heran, aber das ist kein Verlust. Er ist langweilig, wie die meisten Stauseen, allenfalls für Wassersportler interessant. Da wo man mal an den Missouri River selbst, oder einen seiner Nebenflüsse, herankommt, ist die Landschaft aber sehr angenehm.

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Man beachte die Vögel, es sind Fluss-Schwalben. Als wir auf einer Brücke angehalten haben, um ein Foto des Creeks zu machen, waren sie noch nicht zu sehen. Aber schlagartig erschienen sie dann in Massen mit dem Ziel uns zu vertreiben. Irgenwie fühlten wir uns wie in Alfred Hitchcock's 'Die Vögel'. Sie flogen wirklich Angriffe auf uns. Ich vermute mal, daß die Schwalben ausser in den Uferböschungen auch unter der Brücke nisten. Dieses Phänomen der Angriffe haben wir noch eingige Male während unserer Reise erlebt.

Unser erstes Ziel war die Knife River Indian Villages National Historic Site. Der Besuch war eher enttäuschend, hätte vielleicht besser im Vorfeld forschen sollen ;) Ausser einem mager ausgestattetem Visitor Center gab es nur eine nachgebaute Erdhöhle, die zeigen sollte wie die Indianer in der Gegend gewphnt haben. Außerdem gab es einige Wanderwege zu den Stellen, wo die Indianer-Siedlungen mal gewesen sind. Als Fußgänger sieht man allerdings nichts davon. Aus der Luft kann man das aber wohl gut erkennen, wenn ich den Fotos im Visitor Center glauben kann.

Auch die Fort Clark State Historic Site ist keinen Besuch wert. Es gibt nichts zu sehen außer einer grünen Wiese, wo das Fort mal stand, und einer erläuternder Text-Tafel. Lag aber genau auf der Strecke, sind wir halt mal hingefahren ;)

Unser nächstes Ziel war den Besuch (und auch das Eintrittsgeld) aber auf jeden Fall wert, das Lewis and Clark Interpretive Center in Washburn. Die Namen Lewis und Clark sind wahrscheinlich jedem bekannt. Sie waren die ersten, die den amerikanischen Kontinent von Westen nach Osten durchquerten. Im Norden der USA gibt es viele Locations, die an diese Expedition erinnern. Auch viele Scenic Byways tragen ihre Namen. Dieses Center ist aber mit Sicherheit eines der schönsten und informativsten. Neben der historischen Aufarbeitung der Expedition gibt es auch einige Galerien mit Bildern und Skulpturen. Sehr gut gefallen haben uns die Bilder von Karl Bodmer (1809-1893), die auch Karl May inspiriert haben sollen. Noch mehr beeindrukt haben uns die Bronze-Skulpturen, die Michael Westergard nach Bildern von Bodmer erstellt hat. So eine hätte ich gerne, es sind aber keine zum Kauf auf dem Markt :(







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Zu dem Center gehört auch eine Rekonstruktion des Winterquartiers von Lewis und Clark im Jahr 1804 (etwa 1 Meile entfernt). Diese Nachbildung steht nicht genau am Original-Standort, denn der ist inzwischen im Missouri verschwunden ;) Die Rekonstruktion ist mit viel Liebe erfolgt, und die Unterkünfte sind mit vielen zeitlich und thematisch passenden Ausstellungs-Stücken gefüllt. Besichtigen kann man das Fort Mandan nur mit Führung. Uns hat es gefallen und wir haben viel gelernt. Es muss schwer gewesen sein, mit ca 50 Leuten auf so beengtem Raum den Winter zu überleben. Laut der Führerin hat es aber geklappt. Die Expedition wollte das Fort auf der Rückreise eigentlich noch einmal nutzen, aber da war es schon abgebrannt.







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Wir haben dann den Missouri auf dem Garrison-Dam überquert und sind wieder nach Osten gefahren. Landachaft wie oben, ein kurzer Zwischenstop in FourBears, wo es, wie in Reservaten üblich, ein Casino gab.
Dann weiter nach Watford City. Dort haben wir im Watford Hotel übernachtet. Das Hotel war gut, auch das Frühstück. Direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite gab es noch eine typische amerikanische Kneipe, das Outlaws. Dort haben wir den Tag mit Burger und Bier ausklingen lassen.
Die Stadt selbst haben wir uns nicht angeguckt, nicht weil sie nicht interessant gewesen wäre, mehr weil die Main-Street gerade wegen Roadwork eine einzige Baustelle war. Die Stadt wurde gerade für das bevorstehende Rodeo im Juli auf Vordermann gebracht ;)

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