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USA 2017 - Dakotas Prärien
7.Tag Lead

Heute geht es nach South Dakota. Das ist eine lange Fahrt (ca 450km) durch das große Nichts. Ich kann es gleich vorweg nehmen, die Landschaft der ehemaligen Prärien sieht in South Dakota nicht anders aus, als in North Dakota. Viel Grassland, wenige Felder, wenige Ortschaften und wenn doch dann kleine. Aber South Dakota hat etwas, das es in North Dakota gibt gibt, und das sind die Black Hills. Und die sind das Ziel der heutigen Fahrt.

Interessant war der Highway zwischen Gladstone und Regent, der sogenannte Enchanted Highway. Entlang der Strecke gibt es 7 riesige Metall-Skulpturen. Es war der Traum des Künstlers Gary Greff aus Regent, mit diesen Objekten seine Region touristisch interessant zu machen. Bei jedem dieser Objekte gibt es einen Parkplatz und Informationstafeln. In Regent selbst gibt es das sogenannte Enchanted Castle mit Informationen zur Entstehung. Auch kleine Abbildungen der Skulpturen kann man da kaufen. Auf jedem Fall wird einem auf diesem Abschnitt nicht langweilig ;)

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Das große Nichts endet ungefähr in Belle Fourche, schon in South Dakota. Es ist eigentlich eine ziemlich unspektakuläre Stadt, aber es ist halt das geographische Zentrum der USA. Und das wird natürlich mit einem Monument gefeiert. Die Flaggen der USA Bundesstaaten dürfen dabei nicht fehlen.

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Weiter nach Süden, die Landschaft wird zunehmend freundlicher. Am Horizont sind bereits die Black Hills erkennbar. Dann kommen wir nach Spearfish, dem Tor zu den Black Hills, wenn man von Norden kommt. Es ist ein typischer Touristenort, aber eher einer von der angenehmen Sorte. Wir haben dort die D.C. Booth Historic National Fish Hatchery besucht. Man erfährt da einiges über die Fischzucht und insbesondere über Forellen. Das ganze ist übrigens kostenlos.
Weiter geht es dann durch den Spearfish Canyon auf einem Scenic Byway ins Herz der Black Hills. Die Strecke durch den Canyon ist wunderschön, und eine willkommene Abwechselung zu den einsamen Prärien der letzten Tage. Okay, auch hier ist es relativ einsam, aber es gibt endlich wieder Wälder.

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Der Byway führt uns direkt in die ehemalige Bergbaustadt (Gold) Deadwood. Diese Stadt wird als absolutes Highlight angepriesen. Zumindestens die Mainstreet ist auch wirklich ansehnlich. Wild Bild Hickok wurde hier erschossen und beerdigt, auch Calamity Jane's Grab findet sich auf dem Friedhof. Für meinen Geschmack setzt die Stadt heute zu sehr auf den Tourismus, der Western Charme ist ziemlich verloren gegangen. Mit dazu trägt sicherlich auch das Glückspiel bei, das hier erlaubt ist. In jedem Hotel und jeder Kneipe finden sich unendlich viele Spielautomaten.

Darum habe ich mich bereits in der Planung für eine Übernachtung in Lead entschieden. Lead, auch eine Bergbautadt, liegt direkt in der Nähe, die Stadtgrenzen verschwimmen. Aber in Lead gibt es kein Glückspiel. Ok, die Stadt selbst ist auch nicht übermässig attraktiv ;). Aber die Hotelpreise sind deutlich niedriger als in Deadwood und abends ist es hier ruhig.

Ich hatte das 'Dakota Spurs Hotel' vorgebucht. Vorbuchung erschien mir nötig, weil die freien Zimmer bei den üblichen Portalen zu unserem Termin immer weniger wurden. Für das Hotel habe ich micht entschieden, weil es gute Bewertungen hatte und weil das Frühstück inklusive war. Das Hotel liegt an der Main Street. Es liegt aber zugleich an einem Hang, also vom Haupteingang von der Main Street kommt man direkt in die eigentlich erste Etage. Im Erdgeschoss befindet sich ein Aufenthaltsraum mit Billard-Tisch und einer Bühne. Hier wird auch das (sehr gute) Frühstück bereitgestellt. Über diesem Raum, also wieder auf der Ebene der Main Street, gibt es eine Terasse. Diese habe ich sehr genossen, habe dort ein paar Stunden am Abend verbracht, mit Laptop/Wlan und eigenem Bier. Rauchen durfte ich dort auch.
Aber es war nicht alles schön dort. Unser Zimmer (die Nummer 7) war klein, eher winzig. Es gab ein Queensize Bett, links und rechts daneben einen Fußbreit Platz. Das Mini-Waschbecken racgte am Fußende fast bis über das Bett. Im Eingangsbreich war eine Dusche, direkt daneben die Zimmertür. Es gab keinen Platz um einen Koffer abzulegen, geschweige denn zu öffnen. Einen Kühlschrank gab es natürlich auch nicht, wäre eh kein Platz dafür da gewesen. Die Fenster waren vernagelt, also musste man die Klimaanlage laufen lassen, sonst wäre man erstickt. Und die war nicht die neueste, also ziemlich laut. Als wir dann morgans duschen wollten, wollte das Wasser absolut nicht warm werden. Also das Zimmer war eine einzige Katastrophe. Ob alle Zimmer so schrecklich waren, entzieht sich meiner Kenntnis. Kann es aber kaum glauben, dazu waren die Bewertungen im Internet einfach zu gut.
Ich hätte die Betreiber wohl ansprechen sollen, aber ich bin dazu einfach zu friedlich ;) Na ja, mal verliert man, mal gewinnt der andere. Aber über meine Bewertung bei booking.com werden sie sich wohl nicht freuen.

Aber gut zu Abend gegessen haben wir in der Lewies Eatery. Eine typische amerikanische Kneipe mit Burgern und Bier. Die Einrichtung kam schon fast einem Museum gleich. Alle Wände waren gefüllt mit historischen Objekten. Da gab es alte Schneeschuhe, altes Spielzeug, alte Motorsägen und diverses andere. Nicht zu vergessen unzählige (leere?) Bierdosen.


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