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USA 2017 - Dakotas Prärien
8.Tag Palmer Gulch

Nach dem Frühstück fahren wir nochmal noch Deadwood. So früh am Morgen ist es da noch sehr leer. Ab wenigstens können im Zentrum, am Vistor Center, parken. Aber auch um diese Zeit kostet das schon ;). Wir wandern die Main Street entlang und genießen die schönen Seiten der Stadt. Die Shops sind noch alle zu, einige Restaurants haben schon offen und die Foyers der Hotels sind noch leer.







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Weiter geht es nach Südosten in Richtung Rapid City, der größten Stadt in dieser Region. Die Stadt liegt am Westrand knapp ausserhalb der Bad Hills. Am Rande eines ansehnliches Wohngebietes, liegt die Chapel in the Hills, ein Nachbau einer norwegischen Stabkirche. Auf dem Gelände gibt es auch eine 'Log Cabin' in der der norwegische Einwanderer Edward Nielsen gelebt haben soll. Gebaut worden sein soll sie 1876. Heute enthält sie ein kleines Museum.
Solche Häuser der ersten Einwanderer findet man überall in den USA. Jeder Ort, der irgendwas auf sich hält, hat sowas zu bieten. Es sich auch interessant zu sehen, wie die Einwanderer Ende des 19ten Jahrhunderts hier gelebt haben, aber einen Europäer kann das wenig beeindrucken. Knapp 2000 Jahre vorher gab es bei uns schon römische Stein-Villen mit Fußbodenheizung ;).







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Unser nächstes Ziel war Bear Country USA. Erwartet hatte ich eine Art Serengeti-Park für einheimische Tiere. Dem war aber nicht so, die Anlage ist viel zu klein. Es handelt sich eher um einen Drive Thru Zoo. Es gibt verschiede Freigehege (für jede Tierart ein eigenes), sauber voneinander getrennt, die Tiere können sich nicht begegnen. Die Besucher fahren mit dem Auto durch diese Gehege. Aussteigen ist natürlich nicht erlaubt, auch offene Fenster nicht. Von einem Aussichtsturm werden die Besucher überwacht, ob sie sich auch daran halten. Wenn nicht, gibt es eine Ermahnung über Lautsprecher. Man sah tatsächlich viele Tiere aus einer Nähe wie wohl selten woanders möglich. Der Schwerpunkt lag auf den Bären, wie der Name der Anlage schon vermuten lässt.







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Am Ausgang, nach der Auto-Tour, gab es noch einen nur zu Fuß begehbaren klassichen Zoo. Das Highlight hier sind mit Sicherheit die Bären-Babies, die hier in einem großen Gehege herumtollen.
Ich habe ein sehr gespaltenes Verhältnis zu dieser Anlage. Ok, ich als Besucher habe Tiere aus einer Entfernung (eher Nähe) sehen können, als es woanders möglich ist. Aber eine artgerechte Tierhaltung ist in den Freihegen nicht möglich. Es gibt zwar Rückzugsgebiete (Bereiche in denen die Tiere keinen Sichtkontakt zu den Besuchern haben), aber die können sie nicht selbstständig besuchen. Die Betreiber entscheiden, welche Tiere sich den Besuchern präsentieren müssen und welche sich davon erholen dürfen. Und, beonders im Bären-Gehäge, ist die Dichte an Tieren viel zu groß, unnatürlich zur Natur.

Weiter ging die Fahrt wieder zurück in die Black Hills, in die Gegend um Mount Rushmore und den bekannten Custer State Park.
Wir erreichen Keystone, das touristische Zentrum der Region. Wir beschränken uns darauf die Hauptstraße einmal rauf und wieder herunter zu fahren. Sieht (für uns) nicht attraktiv aus. Parkplätze gibt es sowieso nicht, und wenn doch, dann kosten sie. Weiter geht die Fahrt dann nach Hill City. Dafür nutzen wir die Old Hill City Road. Dieser Sceniy Byway verläuft entlang einen Baches und der Eisenbahn, mal auf der einen, mal auf der anderen Seite. Auf dieser Einsenbahnstrecke fährt auch der 1880 Train, der sehr beliebt ist. Aber den zu benutzen, können wir uns sparen. Von dem aus kann auch nicht mehr zu sehen sein, als wir auf der begleitenden Straße schon gesehen haben.
Hill City ist eigentlich ganz hübsch, wenn auch nicht spektakulär. Wir konnten an der Mainstreet (kostenfrei) parken und haben den Ort zu Fuß erkundet. Es gab einige interessante Shops mit Kunstartikeln, die man sonst selten sieht.

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Wir waren jetzt in der Region, wo wir das Wochenende verbringen wollen. In der Planungsphase habe ich in den Städten nichts gefunden, was mich angesprochen hätte. Also kam nur eine der Lodges in der Gegend in Frage. Wichtig war uns, das der Weg zu einem Restaurant nicht zu weit sein sollte. Das schränkte die Auswahl schon ziemlich ein.
Entschieden hatte ich mich dann für das Mount Rushmore Resort. Ein Campground, aber es gibt auch Cabins im Wald und eine Lodge am Waldesrand. Für eben diese Lodge at Palmer Gulch habe ich mich entschieden und dort 2 Übernachtungen gebucht. Wir hatten ein großes Zimmer mit zwei Betten und einem Balkon im ersten Stock. Die Anlage bot alles was man will, diverse Freizeitaktivitäten, Trailrides und eben auch ein Restaurant. In diesem haben uns aus gegebenem Anlass ein Steak gegönnt. Das war gut, aber nicht ausgezeichnet. Aber ein Steakhouse gab es halt nicht in der Nähe. Ich hab mir noch einen Flight gegönnt, eine Auswahl von 7 Craft Bieren.

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Am Abend gab es dann auf der Anlage auch noch ein Rodeo. Auch einer der Gründe, warum ich mich für dieses Resort entschieden hatte. Es war auch wieder ein Erlebnis, auch wenn es einem Vergleich mit Professional Rodeos nicht stand halten konnte. Aber auch die lokalen Reiter/Reiterinnen boten eine gute Show. Alles in allem ein gelungener Abschluß eines schönen Tages.