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USA 2017 - Dakotas Prärien
10.Tag Hot Springs

Heute werden wir die Black Hills verlassen. Aber erstmal wollen wir noch einmal in den Custer State Park, schließlich haben wir die große Bison-Herde noch nicht gesehen. Diesmal wählen wir als Zufahrt die Iron Mountain Road. Auch eine Panorame-Straße, 30km, bergauf und -ab, 2 Tunnel und unzählige Kurven. Darunter 3 Korkenzieher-Kurven (auch Pigtail, Schweineschwänzchen genannt), bei denen die Straße sich selbt auf einer Brücke kreuzt. Eine platzsparende Lösung um Höhe zu überwinden. Schöne Natur und spektakuläre Ausblicke. Wie beim Needles Highway gilt auch hier, der Weg ist das Ziel :)

Kaum waren wir auf der Wildlife-Road im Custer State Park, da sahen wir sie auch schon. Ich meine die große Bison-Herde. Sie war gerade dabei die Straße zu überqueren. Aber das geht nicht so schnell, die Kühe mit den Kälbern müssen sich ja auch mal ausruhen, sprich sie lagen links und rechts der Straße und dösten erstmal etwas. Der Verkehr kam ziemlich zum Erliegen. Wir haben über eine Stunde gestanden und die Ausblicke auf diese faszinierenden Tiere genossen.

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Nicht alle hatten soviel Geduld wie wir. Einige haben sich ziemlich rücksichtslos (gegenüber den Bisons) durchgedrängelt und sind weiter gefahren. Warum sind die aber dann überhaupt hier hin gefahren ? Gefährlich war das ganze für uns nicht, auch wenn so ein Bison direkt neben dem Auto steht, ist man doch ziemlich gut geschützt. Etwas anders sieht das natürlich für die Motorrad-Fahrer aus, und von denen gab es einige. Die waren aber auch wirklich vorsichtig und haben den größtmöglichen Abstand zu den Tieren gehalten. Einige haben auch (erstmal ?) die Richtung gewechselt und sind zurück gefahren. Mitten durch die Herde wollten sie wohl denn doch nicht. Das kann ich gut verstehen.
Irgendwann hatten diese meisten Tiere die Straße überquert und zogen weiter. Ein paar Familien hatten aber wohl den Anschluß verpasst und versuchten im Gallop Anschluß zu finden. Rennende Bisons, was für ein Anblick. Den werden wir so schnell auch nicht wieder vergessen. Meine Frau hat versucht, das in einem Video festzuhalten. Natürlich waren sie da schon wieder langsamer unterwegs ;) Das Video gibt es hier.
Als dann fast alle Tiere die Straße überquert hatten, sind wir auch weitergefahren. Im Park sahen wir in der Folge noch einige einsame Büffel, und auch eine kleine Herde mit Büffel, Kühen und Kälbern. Die wollten wohl mit der großen Herde nichts zu tun haben ;)

Weiter geht die Fahrt in Richtung Süden. Wir haben uns ein paar unbefestigte Straßen ausgesucht. Die Landschaft ist immer noch schön, sehr viel Wald. Auch hier bekommt man freilaufende Tiere zu sehen, denen ich nicht unbedingt von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen möchte.







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Wir erreichnen nun den Wind Cave National Park. Höhlen interessieren uns nicht wirklich, also ignorieren wir die einfach. Aber auch der oberirdische Teil des Parks ist schön. Und Bisons gibt es hier natürlich auch.







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Da wir noch Zeit haben, überlegen wir kurz das Black Hills Wild Horse Sanctuary zu besuchen. Diese Idee verwerfen wir aber nach einem Studium der Unterlagen schnell wieder. 50$/Person für eine zweistündige Rundfahrt im Bus ist schon heftig. Das man wirklich Mustangs sieht wird nicht garantiert. Vormittags ist die Chance wohl am größten, aber wir haben schon Nachmittag. Wir sind dann nach Buffalo Gap gefahren, da gibt es auch Mustangs im Spanish Mustang Preserve. Auf einer Weide haben wir ein paar gesehen, die sahen aber ziemlich erbärmlich aus und hatten sicherlich seit einem Jahr keinen Hufschmied gesehen. Das kann man Pferdebesitzern wie uns nicht antun, das haben wir also auch nicht besucht.

Weiter ging es nach Hot Springs, wo wir übernachtet haben. Das touristische Highlight dieser Stadt ist die Mammoth Site. Die Ausgrabungen und restauerierten Mammut-Skelette sind wirklich einen Besuch wert. Aber wir waren bei unserer letzten Reise in dieser Region schon mal da, darum haben wir es nicht nochmal besucht.
Der Name der Stadt beruht auf den warmen Quellen des Fall Rivers. Aber die haben wohl ihre Attraktivität verloren. Die Stadt ist ziemlich heruntergekommen, an der ehemaligen Prachtstraße steht jedes zweite Gebäude leer. Auch die Hotels und ein Steakhouse, das wir vor 20 Jahren noch besucht hatten, stehen inzwischen leer. Zur Übernachtung ausgeguckt hatte ich ein klassisches Motel, also eines wo man sein Auto direkt vor dem Zimmer parkt ;). Das Zimmer war groß und gut eingerichtet. Es gab einen Ourdoor-Pool und einen Minigolf-Platz. Frühstück war auch im Preis enthalten, das war aber ziemlich mäßig.
Restaurants (außer Fastfood) gab es genau eines, Woolly's Bar & Cellar. Das war aber wirklich gut. Bier vom Fass, ein Salatbuffet und die besten Prime Ribs, die wir je auf einer unserer USA Reisen bekommen haben. Auch der Preis war angemessen.

Als wir das Lokal verliesen und zu unserem Motel fuhren, begann es bereits zu regnen. Das entwickelte sich im folgenden zu einem Unwetter. Blitz, Donner, starker Wind und Starkregen. Es stellt sich später heraus, das es in dieser Region noch recht harmlos war. In anderen Regionen gab es sogar Tornados mit den entsprechenden Verwüstungen. Aber auch in dieser Region hat das Unwetrer seine Spuren hinterlassen, dazu morgen mehr. Als wir am Morgen erwachten, war das Unwetter vorbei, die Sonne schien. Es war lediglich nicht mehr so warm wie in den letzten Tagen.

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