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USA 2017 - Dakotas Prärien
11.Tag Interior

Heute gehts in den Badlands National Park. Ausgeguckt haben wir uns die Strecke durch das Buffalo Gap National Grassland, also durch die ehemalige Prärie. Die Landschaft war auch demgemäß, Grass (Weiden) ohne Ende, mal eingezäunt mal auch nicht. Ortschaften und Gehöfte Fehlanzeige. Ab und zu mal eine Rinderherde. Bäume gibt es auch so gut wie nicht, gelegentlich mal ein paar, wenn es irgendwo Wasser gibt.

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DIe Straße, der Highway 2, war unbefestigt wie man sieht. Er war aber gut befahrbar. Das änderte sich allerdings schlagartig, als wir in das Indianer-Reservat kamen. Von einem Meter zum anderen war die Straße auf einmal eine einzige Lehmschlamm-Wüste. Auch mit AWD und ESP eierte ich ziemlich herum, fühlte mich wie auf Glatteis. Bilder davon kann ich nicht beisteuern, ich hab habe mich nicht getratut dafür anzuhalten, war froh wenn das Auto in Bewegung war ;). Die Straßen in den Reservaten sind oft nicht die besten. Die Verantwortung für deren Zustand liegt bei den Indianern, die haben aber nicht so viel Geld zur Verfügung. Erschwerend kamen sicherlich auch die sinnflutartigen Regenfälle der letzten Nacht hinzu. Die haben der Straße den Rest gegeben.
Nachdem wir den in Nord-Südrichtung verlaufenden Highway überquert haben, wurde die Straße besser und war auch asphaltiert. Weiter ging die Fahrt immer entlang am Badlands Nationalpark (Stronghold Unit) bis zum White River Visitor Center. Hier informierten wir uns erstmal über den Straßenzustand anderer geplanter Strecken. Alle Strecken waren zwar offen, aber sie sollten sehr 'muddy' sein. Nach den Erfahrungen mit der 2 haben wir das geglaubt und die Route etwas abgeändert.







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In der Stronghold Unit gibt es keine Autostraßen (genauso wenig wie in der weiter östlich gelegenen Palmer Creek Unit). In diesem Bereich ist Wandern angesagt, was leider für mich nur beschränkt in Frage kommt :(. Eine Ausnahme gibt es, die Auffahrt zur Sheep Mountain Table, aber natürlich auch unbefestigt. Empfohlen wird eine Geländewagen mit genügender Bodenfreiheit. Wir haben schwerenherzens darauf verzichtet, die Aussicht von oben soll aber grandios sein.
Wir fuhren erstmal nach Norden bis in den Ort Scenic. Ort ist etwas übertrieben. Eigentlich ist es eine Ghosttown. Aber es gibt eine Tankstelle und damit eine willkommene Gelegenheit für einen frischen Kaffee.







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Dort mussten wir uns entscheiden. Ursprünglich wollten wir über die Sage Creek Road von Nordosten in die North Unit des Nationalparks fahren. Diese Road ist nicht asphaltiert und wurde uns als 'muddy' angekündigt. Nach unseren heutien Erfahrungen mit 'muddy' Roads haben wir darauf verzichtet. Außer dem Schlamm hätten wir da ja auch noch Bergauf- und Ab und viele Kurven gehabt. Das wollten wir uns dann doch lieber nicht antun. Also fuhren wie erstmal auf der 44 nach Osten, und dann über die Conata Roud nach Norden in den Nationalpark. Dabei und ab sofort hatten wir wieder asphaltierte Straßen.
Die Badlands sind wirklich eine faszinierende Landschaft. Die Amerikaner haben sich wirklich Mühe gegeben, sie den Besuchern so gut wie möglich zu präsentieren. M.E. setzen sie dabei aber zu sehr auf die Aussichten von oben. Es gibt diverse Viewpoints, wo man Parken und den Ausblick in die Landschaft genießen kann.

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An den wenigen Stellen, wo die Straße mal am Fuß der Hügel verläuft, gibt es so gut wie keinen Parkplatz. Und einfach auf der Straße zu parken geht natürlich auch nicht. Es war doch relativ viel Verkehr in den Badlands. Es war Dienstag, und hier in den Badlands waren mehr Autos unterwegs als im Custer State Park am Wochenende ;)

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Am Nordost-Ende des Nationalparks wollen wir übernachten. Dort ist aber wirklich nicht viel los. Es gibt die Cedar Pass Lodge (teuer und teilweise schlecht bewertet) und dann den kleinen Ort Interior. Dort gibt es noch das Badlands Motel (ziemlich schlechte Bewertungen). Beides hatte ich im vorweg bereits verworfen und eine andere Alternative gefunden. Aber erstmal hatten wir Hunger. Wir haben uns für die Wagon Wheel Bar in Interior entschieden. Von außen sieht die sehr unscheinbar aus. Von innen ist es ganz okay. Die Speisekarte ist ziemlich übersichtlich, aber es gab Burger und Bier. Was will man mehr ;)







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Zur Übernachtung hatte ich ein Zimmer auf der Circle View Guest Ranch gebucht. Ranch ? naja sie haben wohl 150 Rinder, aber davon bekommt man als Gast nichts mit. Besser beschrieben wäre es als Bed&Breakfast. Die Lage ist aber toll. Auf einem Hügel mit einem tollen Blick auf der einen Seite zu den Badlands, auf der anderen Seite auf den White River. Wer ein Hotel/Motel amerikanischen Zuschnitts erwartet, ist hier aber falsch. Es gibt in den Zimmern beispielsweise keinen Fernseher, dafür gibt es aber einen Gemeinschaftsraum mit einem riesigen TV. Auch einen Kühlschrank sucht man in den Zimmern vergeblich. Es gibt aber einen großen Gemeinschafts-Kühlschrank, den man nutzen kann. Generell setzt die Anlage auf Gemeinschaft. Es gab in den Zimmern auch keine Klimaanlage. Die hat uns zwar heute nicht gefehlt, aber auch hier könnte es ja mal wirklich heiß (oder kalt) werden ;). Es gibt eine (genauer zwei) Terassen, wo man sich wirklich wohlfühlen kann. Baden im White River ist auch möglich.
Das Highlight ist das Frühstück. Es wird Punkt 7h:30 serviert (Kaffee gibt es schon früher), wer nicht rechtzeitig kommt, der hat halt Pech gehabt ;) Alles ist/wird frisch zubereitet. Ee gab Rührei, Schinken, Bratkatoffeln, Pfannkuchen, Joguhrt, Muffins und Früchte. Was es nicht gab war Brot oder Toast.

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